Neugebauer testet hitze – em-vorbereitung in ratingen!
Ratingen – Leo Neugebauer, der amtierende Zehnkampf-Weltmeister, nimmt die Hitze ernst, aber nicht als unüberwindbares Hindernis. Beim Mehrkampf-Meeting in Ratingen will er sich nicht nur sportlich beweisen, sondern auch testen, wie er mit den erwarteten 38 Grad Celsius umgeht. Ein entscheidender Probelauf vor den Europameisterschaften in Birmingham.

Keine punktemachen, sondern form finden
Der Athlet, der seinen Trainingsstützpunkt in Texas hat, äußert sich denn auch zurückhaltend bezüglich seiner Leistungsziele. „Punktemäßig habe ich für Ratingen keinen Plan“, so Neugebauer. Vielmehr stehe für ihn die Stabilisierung seiner Technik und die Anpassung an die äußeren Bedingungen im Vordergrund. Die Punktzahl sei dann die logische Konsequenz.
Vor einem Monat hatte Neugebauer in Götzis noch einen starken zweiten Platz belegt, mit 8730 Punkten. Seitdem habe er „ein paar Sachen aufgefallen, denen ich einen Feinschliff geben wollte“. Das Meeting in Ratingen bietet ihm die ideale Gelegenheit dazu. Michael Mottl von der Deutschen Leichtathletik-Marketing kündigte Kühlwesten und Eisbäder für die Athleten an, um den Temperaturen bestmöglich zu begegnen. Der 400-Meter-Lauf des ersten Tages wurde zudem um 30 Minuten verschoben, um die Hitze zu mildern.
Neugebauer weiß, dass die EM in Birmingham die eigentliche Zielsetzung darstellt. Dort zählt er zu den größten Medaillenkandidaten. Die Generalprobe in Ratingen soll ihm zeigen, wo er noch ansetzen muss, um in Birmingham sein volles Potenzial auszuschöpfen. Doch bevor es so weit ist, gilt es, die Herausforderung Hitze zu meistern und sich optimal auf die anstehenden Aufgaben vorzubereiten.