Pulisic-flaute: milans angriff krankt – droht die champions-league-baisse?

Mailand – Die Rossoneri stehen zwar im Rennen um die Champions League, doch der Angriff hüllt sich in ein bedrückendes Schweigen. Und ein Mann trägt einen wesentlichen Teil der Verantwortung: Cristian Pulisic. Der US-Nationalspieler, einst gefeierter Dortmunder, findet seit Monaten nicht mehr ins Toor.

Ein torhunger, der milans ambitionen trübt

Acht Saisontreffer in elf Partien – so begann Pulisics Zeit in Mailand vielversprechend. Doch seit dem 28. Dezember ist er komplett aus dem Tritt. Sechzehn Spiele, null Tore. Eine erschreckende Bilanz, besonders wenn man bedenkt, dass Trainer Massimiliano Allegri den Angreifer in diesem Zeitraum elfmal in der Startelf aufbot. Die Offensive der Mailänder leidet massiv, obwohl die Defensive mit nur 27 Gegentreffern in 34 Partien in der Liga glänzt. Die Diskrepanz zwischen defensiver Stabilität und offensiver Schwäche ist alarmierend.

Auch die Winterverpflichtung Niclas Füllkrug konnte die Situation nicht verbessern. Ein Tor in 17 Partien ist ein mageres Ergebnis und zeigt, dass die Angriffsstrategie von Mailand dringend überarbeitet werden muss. Das Topspiel gegen Juventus endete 0:0 – ein frustrierendes Ergebnis, das die Probleme verdeutlichte. Lediglich Alexis Saelemaekers‘ Lattentreffer sorgte für kurzzeitige Hoffnung.

Allegri: „ein sensibler spieler“ – pulisics mentale blockade?

Allegri: „ein sensibler spieler“ – pulisics mentale blockade?

Die Gazzetta dello Sport beschreibt Pulisics Auftreten auf dem Platz als „traurig und hilflos“. Trainer Allegri versucht, seinem Schützling den Rücken freizuhalten. „Pulisic ist ein sehr sensibler Spieler“, erklärte er nach dem Juventus-Spiel. „Vielleicht spürt er die fehlenden Tore mehr als andere.“ Er wisse, dass Pulisic sich eventuell wohler fühlt, wenn er einen gestandenen Stürmer vor sich hat, der als Zielspieler dient. Ein taktischer Kniff, der in den kommenden Spielen durchaus Sinn machen könnte.

Doch Pulisics Probleme scheinen tiefer zu liegen als nur eine taktische Frage. Auch in seinen Auftritten für die US-Nationalmannschaft blieb er in den letzten vier Länderspielen torlos. Seine Bilanz von zwölf Ligatoren in der Vorsaison wirkt wie aus einer anderen Welt. Pulisic muss seine Form finden, wenn Mailand seine Ambitionen in der Champions League und in der Serie A verwirklichen will. Die Verantwortlichen wissen, dass sie eine Lösung für dieses Problem finden müssen, sonst droht ein jähes Erwachen.

Die Hoffnung ruht nun auf Pulisics Fähigkeit, die mentale Blockade zu durchbrechen und seine einst so beeindruckende Form wiederzufinden. Ob Allegri mit seiner taktischen Anpassung den richtigen Weg findet, wird sich zeigen. Fest steht: Milans Zukunft hängt auch von der Leistung des ehemaligen Dortmunder Spielers ab. Ein Mann, der aktuell mehr als nur Tore benötigt: Selbstvertrauen.