Pogacar und vingegaard: nachtliche dopingkontrollen schockieren

Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard haben in der Nacht zum Sonntagmorgen überraschend Dopingkontrollen durchstehen müssen. Die beiden Topfahrer der Tour de France wurden von der International Testing Agency (ITA) in ihrem Hotelzimmer geweckt und mussten sich unter unangenehmen Bedingungen einer Überprüfung unterziehen.

Schlafentzug nach überraschungsprüfungen

Wie Vingegaard gegenüber Eurosport bestätigte, klingelten die Kontrollbeamten um 2:00 Uhr morgens an der Tür ihres Zimmers. Pogacar wurde rund zwei Stunden später, um 5:00 Uhr, kontaktiert. Beide Fahrer schlafen anschließend nicht mehr gut, berichtete Pogacar.

Die nächtlichen Kontrollen sind seit 2016 erlaubt, zuvor durften Athleten in diesem Zeitraum nicht kontrolliert werden. Die ITA versucht damit, das Risiko von Doping zu minimieren, insbesondere in den Tagen vor anstrengenden Etappen.

Teamchef kritisiert den zeitpunkt

Teamchef kritisiert den zeitpunkt

Auch Teamchef Thomas Vermaere von Visma-Lease-A-Bike äußerte sich kritisch über den Zeitpunkt der Kontrollen. „Das ist natürlich gut, dass die Tests durchgeführt werden – aber wenn es deine Leistung und Schlaf beeinflusst, ist das nicht ideal“, sagte er gegenüber Wielerflits. „Es ist auf jeden Fall gut, dass unser Sport den Kampf gegen Doping so ernst nimmt.“

Das deutsche Team Bora-hansgrohe war von den Kontrollen nicht betroffen. Tadej Pogacar betonte, dass er die Maßnahmen verstehe und akzeptiere, auch wenn sie den Schlaf beeinträchtigen. „Der Mann macht ja nur seinen Job“, sagte er. Die Tour de France ist ein Wettrennen um die körperliche und mentale Stärke, und solche Überraschungen stellen eine zusätzliche Herausforderung dar.“

Fazit: eine schrecksekunde für die topfahrer

Fazit: eine schrecksekunde für die topfahrer

Die nächtlichen Dopingkontrollen bei Pogacar und Vingegaard sind ein Zeichen der Intensität und des Engagements des Radsports im Kampf gegen Doping. Allerdings stellt der Schlafentzug für die beiden Topfahrer eine erhebliche Belastung dar, die sich möglicherweise auf ihre Leistung in den kommenden Tagen auswirken könnte. Die Tour de France geht weiter – und die Kontrollen auch.“