Füchse berlin vor champions-league-duell: kann der pokalsieger in veszprém bestehen?

berlin steht vor einer Zerreißprobe. Die Füchse berlin reisen als Deutscher Meister zum ungarischen Serienmeister Veszprém, um im Viertelfinal-Hinspiel der Handball-Champions-League die Chance auf den Einzug ins Final4 in Köln zu wahren. Nicolej Krickau, der Trainer der Berliner, sieht die Aufgabe schon jetzt als „brutal“ an und betont: „Beide Mannschaften haben die gleiche Chance, nach Köln zu fahren.“

Die ungarische macht: veszprém auf top-niveau

Doch es ist nicht nur die generelle Stärke des Gegners, die die Füchse vor eine Herausforderung stellt. Veszprém hat sich in den letzten Wochen deutlich gesteigert und präsentiert sich defensiv nun wesentlich stabiler. „Das war das schwerste Viertelfinal-Los aller Teams“, räumt Bob Hanning, der Boss der Füchse, ein. Die bisherigen Duelle in der Gruppenphase endeten zwar mit Siegen für berlin (32:31 und 38:34), doch die aktuelle Form der Ungarn lässt keine Zweifel aufkommen: Sie sind eine andere Mannschaft geworden.

Ein Star-Ensemble mit enormem Druck. Hinter dem Erfolg von Veszprém verbirgt sich ein Kader von internationaler Güte: Rodrigo Corrales im Kasten, Luka Cindrić als Spielmacher, Ivan Martinović als Torgarant, die französischen Stars Nedim Remili, Hugo Descat und Yanis Lenne, der Ägypter Ali Zein, der ungarische Riese Patrik Ligetvári und der brasilianische Abwehrspezialist Thiagus Petrus – nur um einige zu nennen. Trainer Xavi Pascual kann auf jeder Position auf gleich vier hochklassige Spieler zurückgreifen. Doch dieser Luxus geht mit einem immensen Druck einher. Der Verein wurde vor kurzem öffentlich angezählt, und es drohten sogar Gehaltskürzungen, sollten die gesteckten Saisonziele verfehlt werden. „Man merkt, dass die unglaublich viel Druck haben“, so Hanning. „Ich erwarte ein Spiel mit ganz viel Feuer.“

Die Füchse Berlin hingegen können auf den Pokalsieg und den Erfolg in der Liga bauen, was das Selbstvertrauen der Mannschaft stärkt. Aber die Herausforderung ist klar: Veszprém wird alles daran setzen, den Heimvorteil auszuspielen und die Weichen für das Rückspiel zu stellen. Ob die Berliner dem Druck standhalten und ihre Chance nutzen können, wird sich am Donnerstag zeigen. Es wird ein Kampf auf Augenhöhe, ein Duell der Giganten, das die Handball-Welt in Atem hält.

Die konsequenzen des öffentlichen drucks

Die konsequenzen des öffentlichen drucks

Das Schreiben, in dem die Vereinsführung Veszpréms die Leistung der Mannschaft öffentlich kritisierte, wirft einen interessanten Lichtkegel auf die Dynamik innerhalb des Teams. Es zeigt, dass hinter der Fassade des erfolgreichen Serienmeisters ein gewisser Druck und eine gewisse Instabilität herrschen. Ob dieser Druck die Spieler nun beflügelt oder lähmt, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass die Füchse Berlin ein Team treffen, das nicht nur sportlich, sondern auch psychisch gefordert ist.

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