Infantino stärkt afrikanische loyalität – schachzug für mögliche wiederwahl?

Gianni Infantino hat sich erneut die Unterstützung Afrikas gesichert. Der afrikanische Fußballverband (CAF) hat sich bei einer Sitzung in Vancouver einstimmig für eine erneute Amtszeit des FIFA-Präsidenten ausgesprochen. Ein klares Signal, das die anhaltende Kritik am Schweizer nur bedingt beeinträchtigt.

afrikanische verbände setzen auf stabilität – doch die schatten bleiben

Die Entscheidung des CAF, Infantino zu unterstützen, ist keineswegs ein Freifahrtschein. Während die afrikanischen Verbände auf eine gewisse Stabilität setzen, die von Infantino in den letzten Jahren vermittelt wurde, nagt weiterhin an der Glaubwürdigkeit des FIFA-Präsidenten die Kritik an seinen Handlungen und der damit einhergehenden Machtausdehnung.

Die anhaltende Debatte um die WM 2030 in Südamerika, mit dem Ziel einer Ausweitung auf 64 Teams, ist dabei ein zentraler Faktor. Die Hoffnung auf zusätzliche Partien in der Region, verbunden mit dem Vorstoß von CONMEBOL, scheint eine Rolle gespielt zu haben. Doch die Beschwerde der Organisation Fair Square wegen möglicher Verstößen gegen die politische Neutralität und der jüngste Appell des norwegischen Verbandes zur Unterstützung der Klage, werfen weiterhin Fragen auf.

<Strong>machtfokus und trump-bezug – der kern der kontroversen</strong>

machtfokus und trump-bezug – der kern der kontroversen

Infantinos Machtkonsolidierung innerhalb der FIFA, unter anderem durch eine Statutenänderung, die ihm eine längere Amtszeit ermöglicht, ist umstritten. Der Fokus auf die enge Beziehung zum US-Präsidenten Donald Trump und die damit verbundene Beschwerde der Organisation Fair Square, haben die Kritik verstärkt. Die Rekordeinnahmen der FIFA unter Infantino werden dabei oft als Instrument zur Stärkung seiner Position angeführt – eine Entwicklung, die nicht unbemerkt bleibt.

Es bleibt abzuwarten, ob diese Unterstützung ausAfrika tatsächlich Infantino den Weg zur Wiederwahl ebnen wird. Die Kritik, die weiterhin von verschiedenen Verbänden kommt, ist ein deutliches Zeichen, dass das Vertrauen in den Schweizer FIFA-Präsidenten keineswegs unerschütterlich ist. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Infantino seine Position verteidigen kann – ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem es nicht nur um die Zukunft der FIFA geht, sondern auch um die Glaubwürdigkeit des internationalen Fußballs.