Infantino sicherer rückhalt: afrikanischer fußballverband setzt auf weitere amtszeit
Gianni Infantino kann es also noch einmal tun. Der afrikanische Fußballverband (CAF) hat in einer überraschenden einstimmigen Resolution seine Rückkehr als FIFA-Präsident bekräftigt. Ein Schachzug, der die angespannte politische Landschaft rund um die FIFA-Wahl 2027 maßgeblich beeinflussen dürfte.
Die konsequenzen der südamerikanischen unterstützung
Die Entscheidung des CAF folgt eng auf die öffentliche Unterstützung durch den südamerikanischen Verband CONMEBOL. Diese Ankündigung ist keineswegs isoliert. Sie ist vielmehr ein deutliches Signal im Vorfeld der Diskussionen um die Erweiterung der WM 2030 auf 64 Teams. Die Hoffnung auf zusätzliche Partien in Südamerika, insbesondere im Falle einer Aufstockung, scheint hier eine entscheidende Rolle zu spielen. Es ist ein strategischer Zug, der Infantinos Position weiter festigt.

Der druck aus washington
Allerdings lastet weiterhin ein Schatten auf Infantinos Mandat. Die Beschwerde der Organisation Fair Square wegen möglicher Verstöße gegen die politische Neutralität, ausgelöst durch seine Nähe zu Donald Trump, ist noch nicht vollständig ausgeräumt. Die Kritik ist weiterhin präsent und könnte die Dynamik der kommenden Wahlen verändern.

Statutenänderung als schlüssel
Es ist wichtig zu betonen, dass Infantino durch eine Statutenänderung der FIFA, die vor vier Jahren vom Council unter der Leitung von Bernd Neuendorf beschlossen wurde, bis 2031 im Amt bleiben kann. Eine rechtliche Glättung, die ihm eine beispiellose Stabilität verleiht. Die Zahlen sprechen für sich: Unter seiner Führung hat die FIFA Rekordeinnahmen erzielt. Doch auch hier dürfen die Zweifel nicht ungestillt bleiben.

Eine bewegung im hintergrund
Bemerkenswert ist, dass die Kritik an Infantino innerhalb der FIFA-Mitgliedsverbände generell gering ist. Ein Umstand, der die Stärke seiner Position unterstreicht. Dennoch bleibt die Atmosphäre angespannt. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die tatsächliche Unterstützung für eine erneute Kandidatur zu ermitteln. Die WM 2030 wird dabei ein zentrales Thema sein – und Infantino will mittendrin stehen.